Business Breakfast bot wertvolle Einblicke und nützliche Impulse zu digitaler Produktkommunikation

Business Breakfast bot wertvolle Einblicke und nützliche Impulse zu digitaler Produktkommunikation

Der große Zuspruch in Essen belegte die Relevanz des Themas.

Erfahrungen aus der Praxis, aus erster Hand erfolgreicher Unternehmen, erhielten die rund 30 Teilnehmer beim 53. Business Breakfast von for​you​and​your​cus​tom​ers Essen. Gemeinsam mit seinen Kunden Claas KGaA mbH und Miele & Cie. KG hatte Geschäftsführer Axel Helbig zu Vorträgen rund um das Thema Stammdaten Management und seinen Leistungen des digitalen Produktes eingeladen.

Den Einstieg ins Thema vollzog Axel Helbig indem er die aktuelle Situation vieler Unternehmen aufzeigte: Silo-Denken, politische Hindernisse für eine einheitliche Verantwortung für Daten verzögern und erschweren seiner langjährigen Erfahrung nach den Einstieg in eine digitale Lieferkette. Helbig prognostizierte für die Zukunft ein Daten-Logistik-Center vergleichbar den Herstellungs- und Auslieferungszentren der realen Supply Chain und die nächste Generation von „smart Data“, die unternehmerische Erfolge gestalten werden.

„Stammdaten und Miele Know-how für ein begeisterndes Kundenerlebnis“

Über die Tragweite von Stammdaten als Basis für cloud-basierte Kundeninteraktionen referierte Dr. Oliver Kleine, Miele & Cie. KG. Für den Projektleiter bei „Connected Appliances“ ist wichtig, dass durch einheitliche Stammdaten „die ganze Welt auf den gemeinsamen Content zugreifen kann“. Die Einführung zentraler Stammdaten bei Miele bezeichnete er als ein Schritt in Richtung der „Miele Cloud Services“. Damit können Miele-Kunden nun Funktionen wie Kochen, Wärmen, Kühlen oder Reinigen über Smartphone Apps steuern. Die Miele Cloud Services werden zur zentralen Komponente des Leistungsangebots. Als besonderes Zusammenwirken „mit exzellentem Ergebnis“ zwischen Daten – Geräten und Lebensprozessen der Kunden nannte Oliver Kleine die Miele Rezepte-Datenbank. Die Verknüpfung von Rezepten, Wissensdaten über Zutaten, Zubereitungsvorgaben, Geräten und ihren Funktionen seien böten eine „einfache Zubereitung für den Kunden mit exzellentem Ergebnis“.

Die Miele Cloud Services werden zur zentralen Komponente des Leistungsangebots

Oliver Kleine, Miele & Cie. KG

Die Zuhörer begleiten den Vortragenden auf dem Weg von Miele von der Erarbeitung der Datenbasis für das digitale „Learning by cooking“ über die Integration von Nährwerten, Kochprozessen und Ergebnislisten bis hin zum Erfolgserlebnis bei den Kunden. 

Dr. Kleine stellte sich den Fragen der Gäste nach Projektdauer, Auslieferung von Aussagen über Allergene und Diabetiker-Werte und Konnektivität mit anderen Herstellern. Ebenso würdigte er die Rolle des Stammdaten Management Systems von Stibo Systems ohne dessen technische Hürden zu verschweigen, die sich bei dem für alle neuen Weg für Hersteller Miele und Berater foryouandyourcustomers ergaben. Miele sieht sich mit den Miele Cloud Services und weltweit verfügbaren lokalen Rezeptangeboten gerüstet für den Wettbewerb um das digitale Produkt. 

Thomas Boekhoff, Claas KGaA mbH, begann seinen Vortrag über Digitalisierung von Produktkommunikation mit Stibo STEP und foryouandyourcustomers mit dem Hinweis, „wir ernten mit unseren Maschinen das, was Miele dann verarbeitet“ und berichtete anschließend über die Ausgangssituation manuell dominierter Produktkommunikation beim Marktführer für Landmaschinen. Immer wieder überarbeitete Produktdokumente hatten dort ein Eigenleben geführt, das nicht immer übereinstimmte mit der Realität der Produkte und ihrer Varianten. Der Ausgangspunkt von 1500 verschiedenen Maschinen wirkt dabei zunächst überschaubar, wird aber vielschichtiger durch 15.000 konfigurierbare Merkmale, die in Summe 1,4 Millionen verschiedene Produkteinträge in das ERP-System des Herstellers bewirken. Die Einführung des PIM-Systems von Stibo Systems durch foryouandyourcustomers belegte der IT Projektleiter mit verschiedenen Erfolgsfaktoren: „Wir haben von Anfang an das Train-the-Trainer-Konzept aktiv gelebt und alle Projektstati an alle Beteiligten kommuniziert.“ Dies führte zu mehrfachen Änderungen des zentralen Datenmodells, das alle Verkäufer weltweit verstehen. „Das Datenmodell hat standgehalten, dadurch dass wir zur Erstellung den komplexesten Ausspielkanal gewählt haben“, so Boekhoff.

Claas KGaA mbH ging erfolgreich neue Wege

Heute kann Claas ein 1000-seitiges Produktdokument parallel über acht InDesign-Server erzeugen, direkt aus dem Stammdaten Management System, das als Single Point of Truth firmenweit etabliert ist. Nach den Projektdaten gefragt, berichtete Thomas Boekhoff, dass insgesamt 1000 Manntage erforderlich waren, zusätzlich zu den Aufwänden in den Fachbereichen. Er konstatierte: „Ich glaube, wenn ich das hobbymäßig mit 30% betrieben hätte, dann hätte das nicht funktioniert“. Auch bei der Projektmethodik wurden neue Wege beschritten: „Wir haben das agil umgesetzt und wir waren treu in Time und Budget“. Als Ausblick zielt Claas ab auf online Vergleiche mit dem Wettbewerber, die Claas auf Basis der Stammdaten Management Technologie STEP in Realisierung von foryouandyourcustomers seinen Kunden anbieten kann.

Die anschließende Diskussion hatte Workshop-Charakter mit Fachfragen zu ERP-Funktionen, Konfigurator-Anbindung und Aufwand für das Produktdaten-Rechenzentrum. Die Teilnehmer der Veranstaltung, die unisono urteilten, wichtige Impulse für eine durchgängige Priorisierung des Themas Stammdaten Management erhalten zu haben, dehnten das Breakfast bis nach 14 Uhr aus, tauschten sich fachlich untereinander aus und knüpften neue Kontakte für ihr persönliches Netzwerk. 

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