51. Business Breakfast am Standort foryouandyourcustomers München: Applied Data Science

51. Business Breakfast am Standort foryouandyourcustomers München: Applied Data Science

Beim 51. Business Breakfast von for​you​and​your​cus​tom​ers in München diskutierten die Teilnehmer, wie sie ihre über die Jahre gesammelten Daten mittels Data Science sinnvoll analysieren und wertsteigernd einsetzen können.

Bernhard Heintzen, Produktmanager bei der GEMA, setzt auf Innovation: Wie können wir nutzerzentriert denken und datenbasiert arbeiten? Als er Ende 2017 mit einer ersten Idee – kann man Musikschaffende im Internet identifizieren – zu foryouandyourcustomers kam, galt es aus dieser Idee eine Vision zu schaffen. Durch Gespräche mit Dr. Kilian Semmelmann, Senior Data Scientist, wurde die Vision der vollautomatischen digitalen Mitgliederakquise ausgestaltet und sogleich in Form eines Proof of Concepts umgesetzt. 

„Es war nicht leicht, jemanden zu finden, der sich nur von so einer Vision hat treiben lassen.“

Bernhard Heintzen, GEMA

Knapp 13 Monate später verfügte die GEMA über eine weltweit einmalige datenbasierte Lösung, mit der per Knopfdruck gezielt potentielle Neu-Mitglieder und junge Musikschaffende in den Weiten der digitalen Musik-Plattformen identifiziert, bewertet und kontaktiert werden können. Kundengewinnung per Knopfdruck? Nur eines von mehreren Digitalisierungs-Themen, mit denen sich die GEMA aktuell rüstet und das Bernhard auf dem 51. Business Breakfasts in München vorstellen konnte.

Dass datenbasierte Innovation nicht nur neue Wege beschreitet, sondern auch etablierte Methoden verbessert, zeigte Kilian Semmelmann durch seinen Vortrag mit dem Thema „Data Driven Personas“. Mit der Kombination von qualitativen Methoden mit Machine Learning basierten Analysen zielt foryouandyourcustomers auf ein noch besseres, objektiveres Kundenverständnis ab.

Kilian Semmelmann mit seinem Beitrag zu „Data Driven Personas“.

Die Mustererkennung in Daten erlaubt einen bisher wenig beachteten Blick auf das Verhalten von Kundengruppen auf verschiedenen Kanälen, um somit noch bessere Entscheidungen in Marketing, Produktmanagement oder Service zu treffen.

Ein fundamentales Thema in der Datennutzung wird jedoch in der Digitalisierung oft vernachlässigt: Der Frage nach der Datenqualität und deren Auswirkungen. Josef Schober, COO bei BORA Lüftungstechnik skizzierte das Thema zuerst in der Theorie an, bevor er seine eigenen Erfahrungen mit dem Publikum teilte. Anhand von zwei Beispielen stellte er zugänglich dar, wie schlechte Datenqualität den Alltag seiner Mitarbeiter beeinflusste – und wie er mittels erfolgreich in beiden Bereichen Analyse, Bereinigung und Überwachung die Datenqualität auf ein höheres Level hob. „Man muss dorthin gehen, wo der Schmerz ist”, lautete die nüchterne Zusammenfassung seiner Erfahrungen. Nur dann könne man mittels strategischen Projekten den IST-Zustand ändern und sich zum „First Time Right”-Prinzip vorarbeiten, das das Ziel der Bemühungen sei.

Zum Abschluss des Events wurde das Thema nochmals auf strategischer Ebene betrachtet. Erfrischend ehrlich berichtete Alexander Bruni, Capability Owner Digital Data Analytics bei der Bosch Power Tools GmbH, von der Studie „Big Data and A.I.“, die in Zusammenarbeit mit foryouandyourcustomers entstand.

Das Expertenteam erarbeitete innerhalb eines halben Jahres den Status Quo von Datennutzung, Umfang und Möglichkeiten der Anwendung in zahlreichen Fachbereichen des Unternehmens, um sich abschließend der Frage zu widmen: Was müssen wir tun, um unsere Maturität auf das nächste Level zu heben? Das Ergebnis ist ein strategisches Handlungspaket in den Bereichen Kultur, Organisation, Kapazitäten, Infrastruktur und Wissenstransfer. „Die Studie muss weiter leben”, fasste Alexander die nächsten Schritte zusammen, die er gemeinsam mit foryouandyourcustomers gehen wird.

„Das, was Spaß macht, ist die Fähigkeit, neue Wege zu gehen”, summierte Kilian Semmelmann das Business Breakfast und die Arbeit im Bereich Data Science auf. Dass dieser Weg oft gegen Widerstände erarbeitet werden muss, zeigte sich in allen dargestellten Projekten. Am Ende waren sich jedoch sowohl Besucher als auch Vortragende einig: Daten sind die Zukunft und es lohnt sich, diesen Weg zu gehen.

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