Ein digitales Zukunftsprojekt, das analog beginnt

Gemeinsam mit der HSLU haben wir ein Vorprojekt initiiert, das nicht im stillen Kämmerlein stattfand, sondern mitten im Campusleben. Statt ein Konzept und Vision der neuen Website hinter verschlossenen Türen zu schreiben, entstand ein offener Prozess: Workshops, ein eigens gebauter Projektraum, eine Ausstellung – ein lebendiger, sichtbarer Weg von der Gegenwart in die Zukunft. 88 Personen aus Lehre, Forschung, Verwaltung, IT, Kommunikation und Studium haben diesen Weg mit uns gestaltet. Keine anonyme „Stakeholdergruppe“, sondern Menschen mit Stimmen, Bedürfnissen, Reibungen und Visionen.
Der Projektraum – Herzstück des gemeinsamen Denkens
Für das Projekt mieteten wir einen Raum, den wir zu einem temporären Denk- und Erlebnisraum umgestalteten. Mit modularen Pannels, einfachen Materialien und viel Liebe zum Detail entstand ein Ort, an dem Komplexität greifbar wurde.
Hier hingen Skizzen neben Systemlandschaften, standen Extreme neben Machbarem, trafen Perspektiven aufeinander – und verschmolzen zu einer gemeinsamen Vision.
Graphic Recorder Gianni Fabiano hielt alles fest: die Energien, die Ideen, die Reibungen, die kleinen Momente des Einverständnisses.
Gebauter Projektraum.

Was die HSLU braucht: einen gemeinsamen Blick nach vorn
Die HSLU ist gross: 6 Departemente, 5 Standorte, über 20'000 Studierende und Weiterbildende – und 18 Kilometer zwischen den entferntesten Standorten. Ein spontaner Austausch? Kaum machbar. Umso wichtiger war es, die Stimmen bewusst zusammenzubringen.
In sechs Workshops haben wir entlang der Ebenen der Exploded View gearbeitet. Wir haben Nutzererlebnisse erkundet, organisatorische Abläufe sichtbar gemacht, Systemlandschaften seziert und Zukunftsszenarien entworfen.
Die Formate folgten einem klaren Bogen:
Verstehen. Öffnen. Bündeln. Gestalten.
Personas, Zukunftsbilder, interaktive Diskussionen und Visualisierungen führten zu Leitsätzen, die nicht nur formuliert, sondern erlebt wurden.
Besuchende an der Ausstellung.

Ein Raum, mehr als eine Projektumgebung
Er wurde zum Denkraum, Resonanzraum und Werkstatt. Mit modularen Pannels, einfachen Materialien und klaren Strukturen entstand ein Ort, an dem Komplexität sichtbar und Entscheidungen nachvollziehbar wurden.
Hier wuchsen Skizzen an den Wänden, hier entstanden Szenarien, hier verdichteten sich Perspektiven. Graphic Recorder Gianni Fabiano hielt diese Entwicklung fest. Im Laufe der Wochen wurde der Raum selbst zur Chronik des Prozesses.
Der Workshoptag war spannend, kurzweilig und ergebnisorientiert. Ich hatte nicht nur grossen Spass, sondern habe mich auch gehört gefühlt - und freue mich sehr, meine Perspektive ins Projekt einbringen zu dürfen.
— Jeannette Ulrich, Verantwortliche Marketing und Kommunikation Ausbildung, Departement Wirtschaft
Sechs Workshopformate
88 Personen haben an sechs Workshops teilgenommen – nicht als Publikum, sondern als Mitgestaltende. Lehrende, Forschende, Verwaltung, Kommunikation, IT, Studierende. Menschen, die die Hochschule aus verschiedenen Winkeln kennen und gemeinsam ein Bild der Zukunft entwickeln wollten.
Wir arbeiteten entlang der Exploded View, einer Methode, die die HSLU in ihren Schichten sichtbar machte:
Nutzerbedürfnisse
Inhalte und Strukturen
Prozesse und Governance
Organisationale Realität
Systeme und technische Landschaft
Aus vielen losen Stimmen wurde eine gemeinsame Sprache.
Wir sind weiterhin überzeugt, dass die breite Einbindung von Stakeholdern mit unkonventionellen Methoden der richtige Weg ist. Insbesondere den neuen digitalen Raum mit viel analoger Arbeit zu gestalten.
— Jean Sebastian Esser, Leiter Digital Marketing Services
Der Projektraum wurde zum Ausstellungsraum
Wo zuvor Workshops stattfanden, standen nun kuratierte Inhalte: Systemskizzen, Leitsätze, Zukunftsbilder, Stimmen aus der Hochschule.
Über mehrere Wochen konnten Besucher*innen kommentieren, markieren, reflektieren. Die Gestaltung war bewusst dialogisch – ein Raum, der nicht nur informiert, sondern Resonanz erzeugt.
Digital und analog entstanden Rückmeldungen, die das Bild weiter schärften.
Ausstellungsbesuchende geben mit Klebern ihre Meinung kund.

Abgestimmt wird in der Abbstimmungskabine.

Viele Bälle sind bei "Ja" gelandet.

Das Ergebnis: Eine gemeinsame Sprache für die digitale Zukunft
Über 100 Besuchende haben die Ausstellung besucht, kommentiert, abgestimmt – und damit zu einem tragfähigen Fundament beigetragen. Was am Ende bleibt, ist mehr als ein Konzept: eine gemeinsame Sprache, eine geteilte Vision und eine Organisation, die bereit ist, den nächsten Schritt zu gehen.
Das Projekt zeigt, was möglich ist, wenn man den Mut hat, einen digitalen Prozess analog zu beginnen: Wenn Komplexität physisch erlebbar wird, wenn Stimmen gehört werden, die sonst im Hintergrund bleiben – dann entstehen nicht nur bessere Entscheidungen. Es entsteht eine Energie, die Wandel trägt.

Sabina Loacker
sal@foryouandyourcustomers.com
Verbindet Wahrnehmung und Analyse, Gespräch und Gestaltung – und macht sichtbar, was wirkt.

Ramun Knapp
rkn@foryouandyourcustomers.com
Begleitet Kunden bei der Analyse und Verbesserung ihrer Customer und Employee Experience.

Sebastian Horat
hos@foryouandyourcustomers.com
Führt durchs Dickicht der digitalen Möglichkeiten auf dem Weg zu einem hervorragenden Kundenerlebnis.